Auf den Punkt gebracht! Pfeile Teil 2: Bodkins

Wenn du dies liest, besteht eine gute Chance, dass du den ersten Teil dieser Blogserie über unsere Übungspfeile bereits gesehen hast. Wenn nicht, schau hier rein. Diesmal schauen wir uns den Steambow Bodkin-Pfeil näher an.

Der Bodkin ist wahrscheinlich der Pfeil, den man sich allein aufgrund seines Namens am schwersten vorstellen kann. Es sei denn, du hast im Geschichtsunterricht aufgepasst: Es handelt sich nämlich um einen alten Namen, der auf die unzähligen Kriege und Scharmützel des Mittelalters zurückgeht. Dabei geht’s außerdem um die Bezeichnung für die Spitze des Pfeils, nicht für den Pfeil als Ganzes.

Bevor Bodkin als Bezeichnung für Pfeile verwendet wurde, stand es für einen Dolchtyp mit quadratischem Querschnitt, welchen die Pfeile später übernahmen. Die resultierende schwere, quadratische Spitze hatte selbst gegen gepanzerte Feinde eine verheerende Wirkung. Der schwarze Bodkin-Pfeil von Steambow ist zwar nicht dazu da, Kettenhemden zu durchschlagen, erzielt aber eine höhere Durchschlagskraft als unsere blauen Übungspfeile.

Robustheit, wo du sie brauchst

Steambows eigene Interpretation dieses alten Designs kommt als vierseitige Pyramidenspitze aus gehärtetem Stahl daher. Wie bei den Übungspfeilen hat diese entweder einen Aluminiumschaft (10,5 g), einen leichteren Carbonschaft (9,8 g) oder einen schwereren Carbon-Aluminium-Schaft (14,8 g). Hinsichtlich Profil und Aerodynamik fliegen die Bodkin-Pfeile genauso sauber durch die Luft wie die Übungspfeile, da kein Teil der Spitze breiter als der Schaft ist. Allerdings ist das Gewicht nicht dasselbe, also erwarte nicht die exakt gleiche Flugbahn.

Grundsätzlich empfiehlt Steambow, Aluminium- oder leichte Carbonpfeile nur mit Wurfarmgewichten von 35 bis 75 lbs zu verwenden. Das macht die schweren Carbonpfeile zur einzig empfehlenswerten Wahl für Schützen der 90-Pfund-Pro-Wurfgeschosse, der 120-Pfund-Magnum- oder 150-Pfund-Hunter-Wurfgeschosse.

Schwerer Pfeil, schwerer Treffer

In der Schusswaffenballistik ist es eine bekannte Tatsache, dass ein langsameres, aber schwereres Projektil bei gleichem Kaliber und gleicher Patrone eine höhere Durchschlagskraft hat als ein schnelleres und leichteres. Dasselbe gilt auch für Pfeile. Der Bodkin ist etwas schwerer und bietet dadurch eine größere Durchschlagskraft im Ziel. Dank der Spitze aus gehärtetem Stahl kann er auch härtere Materialien durchdringen. Während das Schießen auf eine Kokosnuss mit einem Übungspfeil wahrscheinlich die Spitze verformen oder den Schaft verbiegen würde (wenn es sich um einen Aluminiumpfeil handelt), durchschlägt der Bodkin die harte Außenhülle der Nuss.

Bodkins als gängige Alternative

Die Bodkins gehören zu den beliebtesten Produkten, die auf der Steambow-Website verkauft werden. Von vielen Käufern erreicht uns das Feedback, dass sie als alltäglicher Schießpfeil eine gängige Alternative zu den Übungspfeilen darstellen. Das macht einerseits Sinn. Sie sind zwar härter, fliegen aber genauso gut wie die Übungspfeile.

Allerdings fliegen sie nicht genau gleich. Wenn du dich für einen Bodkin entschließt, kannst du nicht damit rechnen, dass du genau gleich schießen kannst. Die Bodkins sind schwerer und fliegen daher bei gleicher Wurfarmstärke langsamer. Und da die Schwerkraft zu wirken beginnt, sobald der Pfeil die Armbrust verlässt, trifft ein Bodkin das Ziel tiefer als die Übungspfeile. Auf 10 oder 15 m Entfernung wirst du vielleicht noch nichts bemerken, wenn du Wurfarme mit einem Zuggewicht von 75 oder mehr Pfund verwendest, aber wenn du z.B. mit einem schwächeren Wurfarm auf 20 m schießt, kannst du davon ausgehen, dass du deine Technik anpassen musst.

Wenn du außerdem das Standard-Schaumstoffziel verwendest, bedeutet die zusätzliche Durchdringung, dass es etwas schwieriger ist, den Pfeil danach wieder herauszuziehen. Benutzer der Premium-Zielscheibe können dies ignorieren: egal wie tief der Pfeil eindringt, solange du das Ende mit zwei Fingern greifen kannst, kannst du den Pfeil auch herausziehen. Und das ist viel wert.

Harte Ziele

Ein Wort noch zu harten Zielen. Löcher in harte Materialien zu schießen ist cool und macht Spaß, aber aus zwei Gründen muss man hinter dem Primärziel etwas haben, um den Pfeil aufzufangen. Der erste ist die Sicherheit: Eine der Regeln jeder Schießdisziplin besteht darin, sein Ziel zu kennen und zu wissen, was sich dahinter verbirgt. Wenn du auf ein Blech schießt und der Bodkin-Pfeil einfach durchfliegt, muss dieser Pfeil irgendwo anhalten. Die einzige Möglichkeit, sicher zu sein, dass nichts und niemand verletzt wird, besteht darin, ein Ziel zu haben, das den Pfeil hinter dem Blech abfängt, bevor er weiter fliegt.

Das andere ist der Zustand deiner Pfeile. Deine Stahlspitzen haben möglicherweise das Zeug dazu, Metall, eine Kokosnuss oder andere harte Materialien zu durchschlagen, und auch der Schaft wird durch das Material gehen, da er den gleichen Durchmesser hat wie die Spitze. Für die Befiederung jedoch gilt das nicht: Nichts ruiniert deinen Bodkin-Pfeil schneller, als ihn durch ein Blech gegen einen Holzstapel zu schießen.

Da hast du es also: Die Bodkins sind erschwingliche Pfeile mit großem Spaßfaktor. Sie können ein Ersatz oder eine Alternative für Übungspfeile sein (und müssen es auch, wenn du mit dem 120- oder 150-Pfund-Wurfarm schießt), wenn du deren Flug berücksichtigst. Du kannst deine Zielmaterialien um neue erweitern, aber du musst dennoch auf die Sicherheit achten, insbesondere deswegen, weil der Bodkin schwerer und deswegen schwieriger aufzuhalten ist.

Schau dir hier die drei Arten von Steambow Pfeilen an. Viel Spaß! 

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